Worte sind Alleskönner. Ausgesprochen vermag ein Wort zu trösten, kränken oder erzürnen. Manchmal bringt es uns zum Lachen, ein anderes Mal zum Nachdenken oder Weinen. Unser Kopf ist eine Schatzkiste, voll von diesen kleinen Multitalenten. Der Mensch selbst zeigt sich jedoch oft als talentfrei, oder grausam, wenn er diese Preziosen nicht gebraucht, sondern missbraucht.Leichter wird es beim Schreiben. Man kann in Ruhe abwägen und verwerfen, und so wie ein Maler mit Farbe und Pinsel, Bilder aus Worten entstehen lassen. Aus Worten werden Sätze, aus Sätzen Kapitel, die sich am Ende wie ein Puzzle zusammenfügen und ein Gedicht oder eine Geschichte ergeben.Wie ein Rückspiegel am Auto, gewähren sie einen Blick auf einen Teil des Weges, der hinter uns liegt. Wie ein Röntgengerät geben sie Einblick in unser Innerstes – die Seele.Schreiber und Leser dürfen sich von ihrer Fantasie treiben lassen und bei Kindergeschichten selbst wieder Kind sein. Durch bewusste Überzeichnungen und Metaphern wird Ironie und (oft) ein Lächeln erzeugt, gepaart mit Nachdenklichkeit. Eine gute Komposition von Worten ist wie Musik - Musik, die fesselt aber auch träumen lässt.

Die Geburt einer Geschichte
Auf meinem Tisch, da liegt bereit Dann klopft sie an, die Fantasie
ein weißes Blatt Papier. schenkt mir ganz neue Gedanken.
Nur von Ideen – weit und breit – Sie bilden eine Symphonie
Ist noch kein einzger hier. die in meinem Kopf sich ranken.
Das leere Blatt – so schlicht, so rein - Die Feder tanzt, das Herz diktiert
es füllt sich langsam mit Leben. mal sachlich, mal poetisch.
Ich feile die Worte rund und fein, Ganz stumm, doch voller Melodie
beginn eine Geschichte zu weben. aber öfters auch pathetisch.
Der Text wirkt wie ein tiefer Traum,
den ich sogleich durchlebe.
Die Zeit vergeht, ich merk es kaum,
wenn ich zum Ende strebe.